B 07 Mind the (Digital) Gap - Für eine stärkere Verankerung der Bildungsgerechtigkeit in den Digitalisierungsinitiativen an den Schulen

Aus RotesNetz Baden-Württemberg
Version vom 27. Oktober 2023, 13:23 Uhr von Stephan (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Antrag B 07: Mind the (Digital) Gap - Für eine stärkere Verankerung der Bildungsgerechtigkeit in den Digitalisierungsinitiativen an den Schulen

Antragsteller*in: KV Ortenau

Status: angenommen

Empfehlung der Antragskommission: Annahme

Sachgebiet: B - Bildung

(Digitaler) Bildungserfolg darf nicht von der Wahl der Schule und deren digitalem Entwicklungsstand abhängen! Wir fordern die SPD-Landtagsfraktion und den Landesvorstand dazu auf, sich für eine stärkere Verankerung der Bildungsgerechtigkeit in den Digitalisierungsinitiativen an den Schulen einzusetzen. Im Einzelnen fordern wir:

  1. Die Evaluation des digitalen Entwicklungsstands an den Schulen in Baden-Württemberg muss entscheidend vorangebracht werden, um systematisch ungleiche Kontextbedingungen offenzulegen und damit eine Basis für evidenzbasierte Maßnahmen zu schaffen. Der Aspekt der Bildungsgerechtigkeit muss in den Evaluationsprojekten angemessen berücksichtigt werden
  2. Die Ursachen für eine stärker werdende Spaltung zwischen digital stark und digital schwach aufgestellten Schulen konnten noch nicht systematisch nachgewiesen werden. Hier sind entsprechende Initiativen anzustoßen.
  3. Die bedarfsgerechte Verteilung der Mittel (z. B. über sog. „Sozialindizes“) muss in Zukunft stärker in den Digitalisierungsinitiativen an den Schulen verankert werden. In Baden-Württemberg steckt die Ressourcensteuerung über sozialindexbasierte Modelle noch in den Kinderschuhen. Hier sind entsprechende Grundlagen zu schaffen. An die SPD-Bundestagsfraktion gerichtet fordern wir, dass auch auf Bundesebene Bildungsgerechtigkeits- und Verteilungsfragen (z. B. im Rahmen eines potenziellen „Digitalpaktes 2.0“ oder anderer Programme) stärker berücksichtigt werden. Ziel ist die Gewährleistung von flächendeckenden digitalen Qualitätsstandards über alle Schulformen hinweg und unabhängig von den jeweiligen sozioökonomischen Kontextbedingungen der Schulen und damit die Förderung von Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit im digitalen Zeitalter.