Kinderärztliche Versorgung aufrechterhalten

Aus RotesNetz Baden-Württemberg
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Aufnahmestopps und kaum freie Termine: Eltern, Ärzt:innen und Ämter klagen über die Belastung der Kinderarztpraxen: Wir haben ein Problem in der kinderärztlichen Versorgung, denn sowohl im ländlichen Raum als auch in unseren Städten gibt es zu wenig Ärzt:innen in diesem Bereich. Damit die angespannte Versorgungslage sich nicht weiter verschärft und in den nächsten Jahren vollkommen einbricht, fordern wir kurz-, mittel- und langfristige Gegenmaßnahmen. Trotz der statistischen Balance in der offiziellen Bedarfsplanung einiger Regionen ist die Überlastung in Kinderarztpraxen bei jeder Infektionswelle deutlich spürbar. Eine Erkenntnis aus der Corona-Pandemie ist, dass Deutschlands Gesundheitssystem in der Krise steckt. Es darf sich nicht normalisieren, dass Kinderärzt:innen keine ne Patient:innen mehr aufnehmen können und dass die Versorgung immer schlechter wird. Die Ärzte stehen vor immer wieder neuen Aufgaben, die Zahl chronischer Erkrankungen hat erheblich zugenommen und der Aufwand an Beratung und Betreuung der Kinder und ihrer Eltern, gerade auch als Folgewirkung der Corona-Pandemie, ist deutlich gestiegen. Um die Belastung der Kinderarztpraxen zu reduzieren, sollten die Arbeitsbedingungen umgehend verbessert werden. Dies kann durch die Entlastung von administrativen Aufgaben, dem damit verbundenen Abbau von Bürokratie und die Nutzung von digitalen Lösungen zur Optimierung der Praxisabläufe erreicht werden. Um den Engpass an Kinderärzten mittelfristig zu beheben, müssen Weiterbildungsmöglichkeiten und -plätze in der Kindermedizin ausgebaut werden. Dies soll durch Kooperationen mit Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen erfolgen, um die Ausbildung von Medizinstudenten und jungen Ärzten zu fördern und zu unterstützen. Langfristig braucht es mehr Medizinstudierende. Darum müssen mehr Investitionen in das Fach gesteckt werden, um die Zahl der Studienplätze für Medizin im Land hochzusetzen.