Besuch einer Holocaust-Gedenkstätte für Schüler*innen verpflichtend machen

Aus RotesNetz Baden-Württemberg
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Gremium: Landesparteitag

Sitzung: Kleiner Landesparteitag Pforzheim 2019

Bezeichnung: B 13

Antragsteller: Juso-Landesverband

Empfehlung: Annahme in der Fassung der Antragskommission

Beschluss: Annahme in geänderter Fassung

Text

Um bei jungen Menschen auch in Zukunft aktives Erinnern an den Völkermord an Juden und Jüdinnen sowie der Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma, Homosexuellen, Menschen mit Behinderungen, politisch Verfolgten im Dritten Reich und ein historisches Bewusstsein für diesen zu gewährleisten fordern wir, dass der Besuch eines Konzentrationslagers oder einer Gedenkstätte innerhalb der Schulzeit für alle Schüler*Innen im Rahmen des Bildungsplans vorgesehen sein soll. Es soll ein Landesfond eingerichtet werden, um flächendeckend den Besuch von Konzentrationslagern oder weiteren Gedenkstätten zu ermöglichen.

Der seelischen und psychischen Belastung des Besuchs eines solchen Konzentrationslagers sind wir uns bewusst, weshalb ein solcher Besuch im Geschichtsunterricht vor- und nachbereitet werden muss. Lehrer*innen sollen vorher ein Gedenkstättenpädagogische Fortbildung erhalten. Alle Schulformen sollen diesen Besuch in der Mittelstufe (achten oder neunten Klasse), angepasst an den Geschichtsunterricht, durchführen. Ausgebildete Guides sollen die Schüler*Innen durch die Gedenkstätten führen und sie mit der nötigen Sensibilität über den Holocaust unterrichten.